Rosa klein, Hinkebein» rufen die Kinder im Chor. Rosa ist klein und hinkt. Sie steht auf einen Stuhl, damit man sie hört. Rosa sagt, was sie denkt, in der Schule, auf der Strasse, an Demonstrationen, in der Zeitung. Laut und deutlich. Rosa kämpft für die Schwachen. Weshalb haben nicht alle Menschen die gleichen Rechte? Rosa hasst Krieg. Sie liebt Leo und die Natur. Frei wie ein Vogel soll der Mensch sein! Doch Rosa wird eingesperrt. Rosa ist mutig und selbstbewusst und unbequem. Weil sie sagt, was ist, muss sie sterben.
Fasziniert von Rosa Luxemburg bringen wir einem jungen Publikum das herausragende Leben dieser mutigen, empathischen und lebensfreudigen Frau näher. Wir erzählen von der Zeit, in der sie lebte, und wofür sie starb. Noch heute bringen Menschen Rosen zu ihrem Denkmal in Erinnerung an den Mut und die Stärke einer Frau, die für Gerechtigkeit und Gleichheit kämpfte. Wie sähe die Welt wohl aus, wenn wir alle ein grosses Stück Rosa in uns hätten?
Dauer: 50 Minuten
Sprache: Mundart
Bruno sieht auf dem Weg von der Arbeit nach Hause einen schwarz- haarigen Jungen, der von anderen Kindern so lange ausgelacht wird, bis er mitlacht. Diese Beobachtung erinnert Bruno an seine eigene Kindheit und damit zuerst an das Dorf aus dem er stammt: Bovolino. Bruno erzählt, warum sein Vater aus Bovolino ausgwandert ist – in die ferne Schweiz. Und wie er seine Frau und seinen Sohn Bruno nachkommen liess. Bruno erzählt vom Abschied aus seinem geliebten Heimatdorf, von der langen Reise und wie einsam er sich in der Schweiz fühlte. Erst allmählich und mit der Hilfe von Grossvaters Musik und der Unterstützung seiner Klassenkameradin Bernadette gelingt es ihm, in der neuen Heimat Fuss zu fassen.
Dauer: 50 Minuten
Sprache: Mundart
Eine Geschichte über das Erinnern und Loslassen und über den Zauber, der in jedem kleinen Ding wohnt. Ein Knopf, der nirgends passt. Ein einsamer Gummistiefel. Ein altes Rezept. Für Lieblingskekse. Ein Bündel Liebesbriefe vom Grossvater. …und schon sind sie wieder da, die Erinnerungen an Irma, die Grossmutter. Die Enkelin, inzwischen selbst erwachsen, versinkt beim Sortieren der hinterlassenen Dinge in vergangene Zeiten - wilde Schlittenfahrten auf dem Rücken der Grossmutter, nächtliche Abenteuer mit der Ziege, das Gützlibacken in der warmen Küche, die Liebesgeschichte der Grosseltern, die sie als Kind immer wieder hören wollte. Geschichten, die unglaublich klingen, genau an diese unvergesslichen Momente erinnert sich die Enkelin. Und spürt in der Erinnerung die Großmutter. Kraftvoll, mutig, voller Leben.
Dauer: 50 Minuten
Sprache: Mundart
Nach dem grossen Erfolg in der letzten Spielzeit gehen wir in eine nächste Runde.
Denn was gibt es Schöneres, als immer mal wieder gemeinsam zusammen zu sitzen und einer Geschichte zu lauschen. Margrit Gysin kommt an fünf Daten angereist mir ihrem grossen Erfahrungsschatz und spinnt für uns eine Geschichte aus dem Moment heraus. Diese Geschichte wird lebendig und wir gestalten anschliessend dazu Bilder und Figuren. Jedes Mal gestalten wir etwas für unsere Erinnerungsschachtel, welche ihr zum Abschluss der Erzählreihe mitnehmen könnt – und wer weiss, vielleicht erzählt ihr ja dann gleich Zuhause weiter.
Besonders geeignet für Grosselteren und Enkelkinder.
Natürlich dürfen auch Eltern und andere Erwachsene dabei sein.
25 kleine und grosse Menschen pro Mal können teilnehmen.
Mundart
Dauer: 90 Minuten mit Früchtewähe, Tee und Kaffee
Pu der Bär wohnt mit seinen Freunden, dem ordnungsvernarrten Kaninchen, dem furchtsamen Ferkel, dem mürrischen I-Ah, und die altkluge Eule im Hundertsechzig-Morgen-Wald. Pu sagt von sich selber, dass er ein Bär von geringem Verstand sei, doch in dieser kleinen Welt lacht ihn niemand aus. Jeder hat seine Eigenheit und darf so sein, wie er ist. Gemeinsam sucht man das Heffalump oder sitzt bei einem leckeren Honigtopf zusammen und bleibt dabei auch schon mal vollgefressen im Vordereingang stecken.
Gross ist dann die Aufregung als Känga und Ruh in den Wald einziehen wollen. Will die kleine Gesellschaft Fremde willkommen heissen? Sind Kängas nicht viel zu gefährlich?
Sven Mathiasen erzählt und spielt frei nach dem Kinderbuchklassiker von A.A. Milne eine Geschichte über Gemeinschaftssinn und Respekt vor den Eigenarten des anderen. Im Spiel mit Stofftieren und Musik entsteht mit einfachen Mitteln die wunderbare Welt des Hundertsechzig-Morgen-Walds.
Dauer: 50 Minuten
Sprache: Mundart
Peinlich, peinlich. Beinahe hätten Simon und sein Hund Monty Rahels Geburtstag vergessen. Darum ab in die Küche! Zusammen wollen die Freunde ein fantastisches Überraschungsmenu zaubern und Rahel mit ihren Kochkünsten beeindrucken.
Bloss: Die Spiellust geht wieder einmal mit den beiden durch. Simon tischt beim Gemüseschnippeln seine alten Mythen und Sagen auf und Montys Fantasie sprudelt, schäumt und zischt. Die Küche wird zum Universum und das Chaos nimmt seinen Lauf. Ob da am Ende etwas Essbares auf den Tisch kommt…
Dauer: 50 Minuten
Sprahe: Mundart
Ein seltsames Paket stellt das Leben der chaotischen Frau Bartolotti komplett auf den Kopf. Im Paket ist eine Büchse, darin ein Kind: der siebenjährige Konrad. Ein perfekter Junge aus der Fabrik, pflegeleicht und blitzgescheit. Frau Bartololti kann sich nicht erinnern, ein Kind bestellt zu haben. Aber da er nun einmal da ist, behält sie ihn.
Ihr Freund, der Apotheker-Egon, ist vom Familienzuwachs begeistert. Die Kinder in der Schule können Konrad aber nicht ausstehen. Mit Ausnahme von Kitti: Sie findet ihn toll und wird seine beste Freundin.
Doch plötzlich stehen die Männer von der Fabrik vor Frau Bartolottis Haustür: Sie wollen ihre Lieferung, die an die falsche Adresse geschickt wurde, zurück. Jetzt gibt es nur noch eins: Aus dem Musterknaben muss ein Rotzlöffel werden!
Dauer: 50 Minuten
Sprache: Mundart
Eines Morgens ist alles anders.
Gregor kommt nicht aus seinem Zimmer. Mutter, Vater und Schwester horchen an der Tür. Seltsame Geräusche… Was ist geschehen?
Anhand von Kafkas Geschichte Die Verwandlung stellen wir uns vor, was einer Familie passiert, wenn die Ordnung auseinanderfällt, wenn eine grosse Veränderung geschieht. Gregor verwandelt sich in einen Käfer, seine Familie ist damit völlig überfordert. Bei Kafka endet es in einer Katastrophe. Und bei uns? Unser Ziel ist keine Traurigkeit, sondern Empathie. Keine Verzweiflung, sondern Funken von Möglichkeiten.
Kafka für Fünfjährige? Ja! Die Fragen, die sich aus Kafkas Erzählung ergeben, tauchen zu jeder Zeit, an jedem Ort unseres Lebens auf und stellen sich in jeder Familie, jeder Gesellschaft: Wie gehen wir mit Unverständlichem, mit Störung, mit Fremdem um?
Das Publikum sitzt mitten im Geschehen und erlebt die Geschichte hautnah. Mit unserem Käfer wollen wir zeigen, dass eine Veränderung nicht bedrohlich ist, sondern eine Bereicherung.
Die witzigen, phantasievollen Geschichten von Winnie Pu und seinen Freunden sind inspiriert von Stofftieren aus Kinderzimmern.
Pu, der honighungrige Bär erlebt mit Ferkel, Hase, Esel, Eule und Känguru verrückte Abenteuer. Bei unglaublichsten Dingen sagt Pu immer «AHA».
Ja, das Glück ist keine grosse Sache, es ist im Kleinen und Alltäglichen zu finden.
Dauer: 45 Minuten
Sprache: Mundart